Naturschutz heißt auf Sylt: Schutz der Natur vor den Touristen!
Die Sylter selbst hingegen trampeln selbstverständlich ihre eigenen Pfade durch die Dünen, joggen mitsamt Schnuffi durch die Brut- und Rastgebiete am Kampener Watt und lassen ihre Modellflugzeuge über die Braderuper Klippen surren.
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Naturschutz macht Sylt so teuer?
Die Sylter verstehen es, aus allem Geld zu machen. Und ein unerschütterlich gutes Gewissen haben sie bei jedem neuen Preisschild, das sie in die Dünen pflanzen: Abkassieren ist doch nur, weil es die Natur so toll schützt!
Zweimal tief Luft holen? Macht 2,50 Euro!
Links zum Thema Naturschutz
http://www.schutzstation-wattenmeer.de
http://www.kuestenschutz.de
http://www.soelring-foriining.de
http://www.naturschutz-sylt.de
http://www.jordsand.de
http://www.naturgewalten-sylt.de
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Natürlich Sylt!
Aus einer Pressemitteilung der Sylt-Marketing-GmbH 2009:
“Feine Sandstrände im Westen, ausgedehntes Wattenmeer im Osten. Idylle zwischen Dünen und Deichen. Sattgrüne Wiesen, blühende Heide und imposante Kliffe. Trotz ihrer geringen Größe von nicht einmal hundert Quadratkilometern begeistert Sylt mit seinen ebenso reizvollen vielfältigen Landschaftsformen.
Diese ökologische Mischkultur bietet einen idealen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Bereits ab 1923 wurden einzelne Gebiete nach und nach unter Schutz gestellt. Heute ist jeder siebte Quadratmeter Sylter Boden Landschaftsschutzgebiet, und jeder dritte Quadratmeter steht unter Naturschutz. Insgesamt machen die Schutzgebiete gut 50 Prozent der gesamten Insel aus.
Besonderen Schutzes bedarf die sensible Küstenlandschaft vor Sylt. Keine andere nordfriesische Insel ist der geballten Wasserkraft der Nordsee so schutzlos ausgeliefert wie Sylt. Jedes Mal, wenn der “Blanke Hans” wütet, reißt er ein weiteres Stück der Küste mit sich ins Meer.
Um die Insel langfristig besser schützen zu können, wurde im Sommer 2007 unter der Schirmherrschaft von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen die Stiftung Küstenschutz Sylt gegründet. Mittlerweile zählt die Stiftung neben den acht Gründungsmitgliedern 34 weitere Stifter und ein Kapital von 209.777 Euro.
Weitere Informationen, auch zu den diversen Spendenaktionen der Sylter Unternehmen und zum aktuellen Spendenstand, gibt es im Internet unter:
http://www.stiftung-kuestenschutz-sylt.de“
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Sandvorspülungen auf Sylt
Die Sandaufspülungen für den Schutz der Küste auf der Insel Sylt sollen die beträchtlichen Verluste des Winterhalbjahres ausgleichen und die Sylter Westküste vor den Auswirkungen einer Sturmflut schützen.
Im Jahr 2007 wurden etwa 1,4 Millionen Kubikmetern Sand auf einer Länge von insgesamt 6,8 Kilometern vor List, Kampen, Westerland und Hörnum aufgespült. Die Kosten betragen 7,1 Millionen Euro.
Nach den Sturmfluten zu Jahresbeginn war das Volumen der Sandvorspülungen für 2007 um rund eine Million Kubikmeter aufgestockt worden. Nach Angaben des Umweltministeriums haben sich die flexiblen Sandvorspülungen als effektivster Schutz gegen die hohe Wellenenergie vor Sylt erwiesen. Seit 1972 wurden bereits insgesamt 37 Millionen Kubikmeter Sand vorgespült. Die Gesamtkosten betrugen 150 Millionen Euro.
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Wilde Rosen in den Dünen
Nachhaltiger Erfolg einer botanischen Diplomarbeit der Universität Jena zum Thema Wildrosen: Seit Jahren bemühen sich der Forscher Dr. Volker Wissemann vom Institut für Spezielle Botanik der Friedrich-Schiller-Universität Jena um den Erhalt des deutschlandweit einzigen natürlichen Küstenstandorts der Dünenrose (Rosa spinosissima L.) auf der Insel Sylt.
Sylter Wildrosen
Dr. Wissemanns Forderung, bei Neuanpflanzungen am Sylter Strand auf autochtone, d. h. regionaltypische Pflanzen zurückzugreifen, findet nun Gehör. “Die Naturschutzbehörde plant jetzt, die Ersatzpflanzungen auf Sylt nicht mit der gängigen Baumschulware sondern mit Wildrosen, die aus Samen von Sylter Populationen nachgezogen wurden, durchzuführen”, freut sich der Jenaer Botaniker.
Ausgangspunkt für die jetzige Entscheidung der Nordfriesischen Naturschutzbehörde war eine von Dr. Wissemann im Jahre 2002 an der Friedrich-Schiller-Universität betreute Diplomarbeit.
Darin untersuchte Wissemanns Diplomandin Daniela Lössner die Variabilität der Sylter Wildrosenpopulationen, um die natürliche von einer seit langem im Gartenbau verwendeten Form, der “Rosa altaica”, abzugrenzen.
“Während die natürlichen Vorkommen der Dünenrose mit etwa 15 bis 20 Zentimeter niedrig wüchsig sind, werden die gartenbaulich genutzten Pflanzen häufig ein bis zwei Meter hoch”, weiß Volker Wissemann. “Unglücklicherweise werden diese Altaica-Formen im Gartenbau aber auch unter dem Namen “Rosa spinosissima” gehandelt und finden daher im Rahmen von Ersatzpflanzungen auch im Naturschutz Verwendung”, erläutert der Jenaer Botaniker das Problem. Daraus erwächst die Gefahr, dass die konkurrenzschwächeren heimischen Sippen durch die großwüchsigen Nachpflanzungen verdrängt werden.
Unterschiedliche Daten aus der von der Stiftung des VDR Europa-Rosarium Sangerhausen finanziell unterstützten Jenaer Diplomarbeit zeigten, dass die im Handel vertriebenen “Altaica-Rosen” mindestens drei verschiedenen Herkünften zuzuordnen sind, die sich jedoch deutlich von der Sylter Dünenrose unterscheiden.
Diese und weitere Arbeiten, an denen die Jenaer Forscher um Dr. Wissemann maßgeblich beteiligt waren, brachten ihn dazu vor der weiteren Anpflanzung nicht gebietstypischer Rosen auf Sylt zu warnen, um die natürliche Artenvielfalt nicht zu gefährden.
“Noch vor wenigen Jahren, galt diese Forderung als utopisch”, erinnert sich Wissemann “da eine solche Maßnahme, die mit hohen Kosten pro Einzelpflanze verbunden ist, nicht vertretbar schien.” Um so mehr erfreut ihn die Anerkennung und der Erfolg seiner Arbeit heute.
Quelle: Informationsdienst Wissenschaft e.V.
http://idw-online.de/pages/de/news174665
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Naturerlebnis Sylt
Sylt ist mit einer Größe von etwa 98 Quadratkilometern die größte deutsche Nordseeinsel und nach Rügen, Usedom und Fehmarn die viertgrößte deutsche Insel. Sylt liegt geographisch auf der gleichen Höhe wie das englische Newcastle, die sibirische Stadt Omsk und der Südzipfel Alaskas.
Trotz ihrer geringen Größe von nicht einmal hundert Quadratkilometern besticht die Insel durch ebenso reizvolle wie vielfältige Landschaftsformen: Feine Sandstrände im Westen, ausgedehntes Wattenmeer im Osten. Idylle zwischen Dünen und Deichen, Wiesen und Heide, Kliffen und Salzwiesen. Diese ökologische Mischkultur bietet einen idealen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Naturschutzgebiete auf Sylt
Frühjahrskur der Ringelgänse – Tausende von Ringelgänsen fressen sich bis Mitte Mai in den Salzwiesen rund und satt, bevor sie in ihre Brutgebiete in der Tundra weiterfliegen.
Dünen
Neben dem Wattenmeer sind die Dünen für die Küstenlandschaft besonders typisch. Die jüngsten Sylter Dünenformationen sind etwa 3000 Jahre, die ältesten bis zu 8000 Jahre alt. Die höchste Sylter Düne und damit zugleich die höchste Erhebung der Insel ist die Uwe-Düne bei Kampen, die etwa 52 Meter misst. Markant sind auch die beiden – in Europa einzigartigen – Wanderdünen in List, die es auf über 30 Meter Höhe bringen und vom Wind angefacht pro Jahr etwa fünf Meter wandern
Kliffe
Etwa 500.000 Jahre ist es her, dass die Eiszeit diese Erdformation auftürmte. Noch imposanter stellt sich das Morsum-Kliff dar. Nebeneinander finden sich dort drei Erdschichten, die drei bis acht Millionen Jahre alt sind. Ursprünglich lagen diese drei Schichten übereinander, wurden in der Eiszeit aber von Gletschern unter ungeheurem Druck aufgebrochen und nebeneinander aufgefächert. Dieser geologische Aufbau ist europaweit einmalig.
Wattenmeer
Auf den ersten Blick mag das Wattenmeer wie eine leblose graue Schlickwüste wirken. Doch die Lebensvielfalt ist frappierend: Auf nur einem Quadratmeter leben bis zu zwei Millionen Organismen – kaum ein anderer Lebensraum auf der Erde weist eine ähnliche Vitalität auf. Wissenschaftler haben ermittelt, dass sich in einem Quadratmeter Wattboden mehr lebende Substanz als etwa im tropischen Regenwald findet!
Neben dem alpinen Hochgebirge ist das Wattenmeer die letzte großräumige Naturlandschaft Mitteleuropas. 1985 wurde das gesamte schleswig-holsteinische Wattenmeer mit seiner stattlichen Größe von 2850 Quadratkilometern zum Nationalpark erklärt, dem höchsten Schutzstatus.
Der Urlauber lernt das Watt am besten bei einer Wanderung unter fachkundiger Leitung kennen. Solche Führungen werden in der Saison von den Sylter Kurverwaltungen und Naturschutzorganisationen regelmäßig angeboten.
Zugvögel
Sylt ist ein Paradies für Ornithologen. Alljährlich machen Millionen von Zugvögeln Rast im Wattenmeer. Einzelne Schwärme nehmen dabei eine Dichte von bis zu 100.000 Individuen an! Besonders das Naturschutzgebiet Rantum-Becken ist für die Vogelwelt ein beliebter Rast- und Brutplatz. Führungen entlang des Rantum-Beckens vermitteln dem interessierten Besucher interessante Einblicke
Schafe auf Sylt
Rund 160.000 Schafe und Lämmer grasen auf den Wiesen und Deichen Nordfrieslands. Sie sind unverzichtbar im Küstenschutz, als Fell- und Woll-Lieferanten geschätzt und für Gourmets ein Hochgenuss. Reine Nordsee-Salzluft und würzige Salzgräser machen das Salzwiesenlammfleisch besonders zart und unvergleichlich im Geschmack.
Küstenschutz
Mit vielen Methoden versuchte man, das Meer zu bändigen. Als bis dato wirksamste hat sich dabei die Sandvorspülung herauskristallisiert: Alljährlich wird Sand vom Meeresboden an den Strand gepumpt, um die Küste mit diesem Sandpolster vor Sturmfluten zu schützen. Doch diese Sandvorspülungen sind nicht nur von begrenzter Haltbarkeit, sondern auch ein recht kostspieliges Unterfangen: Seit der ersten Sandvorspülung im Jahr 1972 wurden bis heute rund 100 Millionen Euro in den Sand gesetzt.
http://www.kuestenschutz.de
Naturschutz auf Sylt
Bereits ab 1923 wurden einzelne Gebiete nach und nach unter besonderen Schutz gestellt. Heute ist jeder siebte Quadratmeter Sylter Boden Landschaftsschutzgebiet, und jeder vierte Quadratmeter steht unter Naturschutz. Insgesamt machen die Schutzgebiete immerhin gut 40 Prozent der gesamten Insel aus.
Sylt-Urlauber haben die Möglichkeit, in verschiedenen Informationszentren tiefere Einblicke in die Sylter Landschaft mit ihrer Flora und Fauna zu erhalten. Das Naturzentrum der Naturschutzgemeinschaft Sylt in Braderup, das Infozentrum der Schutzstation Wattenmeer in Hörnum sowie die Biologische Station in List geben dazu umfassende Auskunft. Außerdem werden während der Saison auch diverse Exkursionen über die Insel angeboten.
Küstenschutz Sylt
http://www.stiftung-küstenschutz-sylt.de
Erlebniszentrum Naturgewalten in List
http://www.naturgewalten-sylt.de
Naturschutz Sylt
http://www.naturschutz-sylt.de
Schutzstation Wattenmeer.de
Naturkundliches Infozentrum
Rantumer Str. 27, 25997 Hörnum
http://www.schutzstation-wattenmeer.de
Schutzstation Hörnum
http://www.schutzstation-wattenmeer.de/verein/hoernum.html
Schutzstation Rantum
http://www.schutzstation-wattenmeer.de/verein/rantum.html
Wattenmeerstation Sylt – Umweltforschung an der Nordsee
http://www.awi-bremerhaven.de/BAH/sylt-d.html
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